2018

Pharmaforschung: Mehr Transparenz bitte!

Drei Viertel der Deutschen empfinden Pharmaforschung als intransparent. Eine Befragung von 1.000 Deutschen im Auftrag der UCB Pharma GmbH macht somit die Wünsche der Kunden mehr als deutlich: Sie wollen mehr über Medikamente und deren Entwicklung erfahren. Ein klarer Auftrag für uns Pharmaunternehmen.

Besonders ausgeprägt empfinden die älteren Generationen die mangelnde Transparenz der Medikamentenforschung. Unter den 18- bis 29-Jährigen gehen noch 32 Prozent davon aus, dass die Pharmaindustrie generell transparent über ihre Tätigkeiten informiert, bei den 30- bis 38-Jährigen teilen diese Meinung sogar 38 Prozent. Jenseits der 40 Jahre glauben nur noch 28 Prozent an eine gute Informationspolitik der Medikamentenhersteller. Das Informationsbedürfnis der Generation 50Plus kann die Branche schon gar nicht befriedigen: Nur 17 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 15 Prozent der über 60-Jährigen empfinden die Pharmaindustrie als ausreichend transparent.

Ich persönlich glaube fest daran, dass Patienten von tiefergehenden Informationen profitieren und nur so ein Vertrauen in die Wirksamkeit der Medikamente entwickeln können. UCB Pharma nimmt den Wunsch der Öffentlichkeit nach mehr Transparenz von Seiten der Pharmaunternehmen sehr ernst. Eine unserer zentralen Verpflichtungen besteht in der Offenlegung unserer klinischen Forschung gegenüber Wissenschaft, Patienten und der allgemeinen Öffentlichkeit. Frei zugänglich auf unserer Internetseite finden Interessierte eine umfassende Liste von laufenden und abgeschlossenen durch UCB gesponserten Studien für Produkte, die bereits im Handel sind wie auch für solche, die erst noch entwickelt werden.

Keine Transparenz ohne Offenheit

Genauer nachgefragt haben die Deutschen auch konkrete Vorstellungen davon, wie Transparenz von Forschung und Entwicklung aussehen sollte. So wünschen sich 61 Prozent der Befragten eine bessere Verständlichkeit der Studienberichte. Auch diesen Punkt sollten wir Pharmaunternehmen nicht ignorieren. Es reicht nicht, nur die Fachleute mit detaillierten Informationen zu versorgen oder Patienten die Zahlenkolonnen klinischer Studien zur Verfügung zu stellen. Wer kein großes Hintergrundwissen im Bereich Medizin hat, ist auf eine Interpretation und Erklärung angewiesen. Auf Patienten-Informationsseiten zu Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie oder Rheuma erklären wir die Hintergründe auf die Zielgruppe zugeschnitten. Interessierte finden zudem ein Informationszentrum auf unseren Internetseiten mit Erläuterungen zu den im Verlauf des Entwicklungsprozesses von Medikamenten verwendeten Begriffen und Prozessen. Wir von UCB möchten durch eine Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden sicherstellen, dass Zusammenfassungen klinischer Studienergebnisse möglichst allgemein verständlich vorgestellt werden.

Offenheit ist uns bei UCB ein besonders wichtiges Anliegen. Es gilt, die Bevölkerung stärker ins Boot zu holen und für die Komplexität unserer Aufgaben zu sensibilisieren. Darüber habe ich bereits in einem vorherigen Blogbeitrag ausführlicher berichtet: https://petermitterhofer.de/patient/mehr-offenheit-bringt-mehr-vertrauen.html.


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