2018

Mehr Verständnis für Patienten

Wie das Patientenbotschafter-Programm für bessere Therapie-Ergebnisse sorgen kann.

Viele kennen UCB als forschendes Biopharma-Unternehmen, das bei der Entwicklung von Medikamenten einen enormen Aufwand betreibt. Im Fokus unserer Bemühungen steht jedoch vor allem der Mensch. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Lebensqualität von Patienten mit schweren Krankheiten über die Medikation hinaus zu verbessern und ihnen zu helfen, einen nachhaltig guten Umgang mit ihrer Erkrankung zu finden.

Lebensqualität verbessern

Selbstverständlich bieten wir Betroffenen dafür auch eine klassische Unterstützung zum Beispiel mit Internetseiten, Infomaterialien, Veranstaltungen oder speziellen Patientenprogrammen. Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Idee, Erkrankte und ihre Angehörigen in den Entwicklungsprozess zu integrieren und sie somit zu Botschaftern in eigener Sache zu machen. Folgerichtig nennen wir dieses Programm „Patientenbotschafter“. Dazu gehören Menschen, die beispielsweise mit Epilepsie, Parkinson, dem Restless-Legs-Syndrom oder Rheumatoider Arthritis leben sowie ihre Partner und Familien. Sie alle teilen ihre persönliche Geschichte auf ehrenamtlicher Basis im Internet oder auf Veranstaltungen mit anderen und ermutigen Betroffene damit, sich zu öffnen und auszutauschen.

So trafen sich zum Beispiel 50 Botschafter aus ganz Europa in Brüssel und sprachen über ihren Alltag und ihre Schwierigkeiten bei der Bewältigung ihrer Erkrankungen. Sie gaben sich gegenseitig wertvolle Ratschläge und Tipps und genossen das Zusammensein mit Gleichgesinnten in einer entspannten Atmosphäre. Ganz wichtig ist es uns dabei, dass wir keinerlei Inhalte vorgeben: Worüber sich die Erkrankten und ihre Angehörigen austauschen möchten, entscheiden sie allein. Und das ist auch gut so, denn nur auf diese Weise erfahren wir, was die Betroffenen wirklich beschäftigt.

Patientenwissen erweitern

Um ehrlich zu sein: Natürlich machen wir das Ganze nicht nur, um erkrankte Menschen im Alltag zu unterstützen. Ein ganz wichtiger Faktor ist das Patientenwissen, das wir durch die Zusammenarbeit mit den Betroffenen erhalten. Ziel ist es, Erkrankten ein ganzheitliches Versorgungsmanagement zu bieten, das bessere Therapie-Ergebnisse gewährleistet. Auch wenn unsere Kernkompetenz in der Entwicklung und Bereitstellung von hochwertigen Arzneimitteln liegt, so möchten wir doch die Versorgungsqualität insgesamt verbessern. Und das kann nur, wer die Bedürfnisse der Anwender wirklich kennt.

Dass die Zusammenarbeit mit Patienten konkrete Ergebnisse erzielt, beweist ein Tool, mit dem wir die Versorgung Betroffener unmittelbar verbessern konnten: In unserem Auftrag entwickelte das New Yorker Designbüro Oxo gemeinsam mit Rheuma-Patienten eine Spritze, die selbst Patienten mit bereits stark verkrümmten Fingern bedienen können. Das macht mich stolz – und es freut mich außerdem, dass die Medikamentenspritze wegen ihrer patientenfreundlichen Verpackung einen Red Dot Award erhielt.

Mediziner entlasten

Ich sehe uns bereits auf einem guten Weg in Richtung mehr Patientennutzen. Allerdings gibt es noch zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen – so zum Beispiel die Entwicklung eines besseren sektorenübergreifenden Denkens oder mehr direkte Kommunikation mit Patienten, die derzeit gesetzlich noch stark eingeschränkt wird. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ärzte weniger Zeit denn je haben für ausführliche Gespräche über medizinische, soziale und persönliche Bedürfnisse. Umso mehr kommt uns die Aufgabe zu, erkrankten Menschen eine Plattform für ihre Erfahrungen zu bieten und Mediziner durch seriöse Angebote zu entlasten.


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